Übergangsjacke Damen: fünf Jackenformen für die Wochen zwischen Sommer und Herbst
In Berlin dauert der Übergang etwa sechs Wochen, und er stellt jeden Morgen dieselbe Frage. Um acht sind es zwölf Grad, mittags scheint die Sonne auf den Hof, und abends steht man an der Haltestelle und friert. Ein Mantel ist zu viel, das Kleid allein zu wenig, und dazwischen liegt genau die Jacke, die im Schrank am häufigsten fehlt.
Eine Übergangsjacke für Damen ist keine dünne Winterjacke. Sie ist eine Jacke, die man den ganzen Tag über offen und geschlossen tragen kann, und sie entscheidet darüber, wie lange die Sommergarderobe noch getragen wird. Dieser Guide geht fünf Formen durch, sagt bei jeder, wann sie funktioniert und wie sie sitzen muss, und klärt am Ende die Schicht darunter.
Was eine Übergangsjacke leisten muss
Drei Punkte entscheiden, und Wärme steht dabei nicht an erster Stelle.
Sie muss sich öffnen lassen. Die Temperaturspanne eines Septembertages liegt bei zehn Grad. Eine Jacke, die nur ganz zu oder ganz aus funktioniert, deckt davon die Hälfte ab. Knopfleiste oder Reißverschluss: Beides ist richtig, solange die Jacke offen genauso gut aussieht wie geschlossen.
Sie braucht Platz für die Schicht darunter. Der häufigste Fehlkauf entsteht in der Umkleide im August. Eine Jacke, die über dem Trägerkleid perfekt sitzt, spannt vier Wochen später über dem Feinstrickpullover an den Schultern. Probieren Sie mit dem an, was Sie tatsächlich darunter tragen werden.
Die Länge muss zum Rock passen. Das ist die Regel, die bei Damenjacken über das ganze Bild entscheidet. Zu einem Kleid oder einem Rock gehört eine kurze Jacke, die an der Taille oder knapp darunter endet, weil sie die Taille markiert und den Rock ganz zeigt. Eine Jacke, die auf halber Rockhöhe aufhört, teilt die Silhouette an der ungünstigsten Stelle. Zur Hose funktioniert beides, kurz und lang.
Die kurze Blazerjacke ist die vielseitigste Form
Wenn es nur eine Jacke sein darf, ist es diese. Die Blazerjacke ist streng genug fürs Büro und weich genug für den Samstag, und sie ist die einzige Form, die über einem Kleid, über einer Bluse und über einem T-Shirt gleich gut aussieht.
Es gibt sie in zwei Auslegungen, und der Unterschied ist größer, als er klingt. Die tailliert geschnittene, einreihige Blazerjacke in Beige oder Grau ist die klassische: Sie folgt der Figur, endet an der Hüfte und wirkt sofort angezogen. Die Oversized-Variante mit fallender Schulter und Knopfleiste ist die modernere und die bequemere, aber sie verlangt darunter etwas Schmales, sonst wird die Silhouette an beiden Enden weit.
Achten Sie auf die Schulternaht. Sie darf bei einer Oversized-Jacke bewusst auf dem Oberarm sitzen, aber nicht auf halbem Weg zum Ellenbogen. Der Unterschied zwischen lässig und zu groß liegt genau dort.
Die Bomberjacke ist die schnellste Antwort
Die kurze Bomberjacke ist die unkomplizierteste Jacke dieser Woche. Sie endet an der Taille, hat Rippbündchen an Ärmeln und Bund und schließt damit an genau den Stellen, an denen der Wind sonst hineingeht. Über einem Midikleid ist sie die Kombination, die den Sommer noch einmal vier Wochen verlängert, weil die kurze Jacke den langen Rock ausbalanciert.
Die gesteppten Bomberjacken sind die wärmeren und tragen bis in den Oktober. Wer es ruhiger mag, nimmt eine unifarbene mit Pattentaschen, wer es nicht ruhig mag, findet die Form auch mit Leopardenmuster. Bei einem gemusterten Modell gilt die einfache Regel: Dann bleibt darunter alles einfarbig.
Alle Formen aus diesem Abschnitt stehen bei den Mänteln und Jacken für Damen.
Die gesteppte Übergangsjacke für die kühlen Morgen
Sobald die Morgen einstellig werden, übernimmt die Steppjacke. Sie ist die vernünftigste Jacke des Übergangs: leicht, winddicht und dünn genug, um im Winter unter einen Mantel zu passen. Zwei Dinge sind beim Kauf wichtig.
Die Steppung. Schmale Kammern halten weniger Wärme als dicke, und genau das ist im September der Vorteil. Eine dick gefütterte Jacke ist im November gut und jetzt zu warm.
Der Schnitt. Die oversized geschnittenen Steppjacken sind bequem und tragen über jeder Schicht, verlangen aber unten etwas Schmales. Die kurze, offen getragene Steppjacke mit Blumenmuster ist die leichtere Variante für milde Tage, an denen es nur um den Wind geht.
Für Regentage gibt es die wasserdichte Jacke mit Kapuze und Fleecefutter. Sie ist keine Stiljacke, sondern eine Gebrauchsjacke, und sie ersetzt an drei Tagen im Monat alles andere.
Kurzmantel und Cape für den Abend
Wenn Sie abends ausgehen und ein Kleid tragen, ist eine Sportjacke selten die richtige Antwort. Der kurze Mantel ist es. Der Erbsenmantel in Schwarz, kurz geschnitten und mit Knopfleiste, ist die sachliche Variante, die zu allem passt und nichts überstrahlt. Der Kurzmantel mit Schalkragen in Wolloptik ist weicher, weil der breite Kragen den Hals umschließt und den Schal ersetzt.
Das Cape ist die dritte Möglichkeit und die eleganteste. Es liegt über den Schultern statt an den Armen und ist damit die einzige Form, die auch über einer voluminösen Bluse nicht spannt. Für den späteren Herbst gibt es den langen zweireihigen Trenchcoat und den Oversize-Wollmantel in Braun, aber beide sind erst richtig, wenn die Temperatur unter acht Grad fällt und dort bleibt. Im September ist der kurze Mantel die bessere Wahl.
Leder und Kunstfell, wenn die Jacke das Outfit ist
Es gibt Tage, an denen die Jacke die Entscheidung trägt und der Rest ruhig bleibt. Dafür sind diese beiden Formen da.
Die Lederbomberjacke in Schwarz und in Übergröße ist die härtere von beiden, und sie hat einen praktischen Vorteil: Leder ist absolut winddicht. Sie wärmt für sich genommen wenig, lässt aber nichts durch, und über einem Feinstrickpullover ist sie bei zwölf Grad genau richtig. Über einem fließenden Kleid getragen ist sie der Kontrast, der ein sommerliches Teil in den Herbst holt.
Die Kunstfelljacke in Hellbeige ist die weichere Antwort auf dieselbe Aufgabe. Sie ist kurz geschnitten und schmal, was wichtig ist, denn Fell trägt auf. Darunter gehört etwas Glattes und Schmales, ein Rollkragen oder eine Bluse, nie ein grober Strick.
Strickjacke und Poncho sind die Schicht dazwischen
Nicht jeder kühle Tag braucht eine Jacke. An vielen Septembertagen reicht die weiche Schicht, und sie hat den Vorteil, dass sie drinnen anbleiben kann.
Die grobe Strickjacke mit Knopfleiste im Oversize-Schnitt ist das eine, der gestrickte Poncho das andere. Der Poncho ist dabei das unterschätzte Teil: Er liegt über den Schultern, lässt die Arme frei und passt über jede Bluse mit weiten Ärmeln, an der eine Jacke scheitert. Über einem schmalen Kleid getragen ist er die ganze Antwort auf einen Abend im Freien.
Beides finden Sie bei den Oberteilen für Damen, zusammen mit den Blusen und den Feinstrickteilen, die unter jede der Jacken passen.
Was Sie darunter tragen
Der wichtigste Satz zum Übergang lautet: Das Sommerkleid muss nicht in die Kiste. Ein Kleid mit kurzen Ärmeln plus Jacke ist im September wärmer als eine Bluse mit langen Ärmeln, weil zwei Schichten mehr Wärme halten als eine dicke. Ein Midikleid mit einer kurzen Bomberjacke, ein fließendes Kleid unter einer Lederjacke, ein A-Linien-Kleid unter der Blazerjacke: Das sind drei fertige Outfits aus Sachen, die schon da sind. Die Kleider sind für diese Woche die nützlichste Kategorie im Schrank, und die Modelle mit langen Ärmeln tragen ohnehin bis in den Oktober.
Wer lieber Hose trägt, hat es noch einfacher. Eine dunkle Jeans oder eine schmale Stoffhose aus den Hosen und Jeans, dazu eine Bluse oder ein Feinstrickpullover, und die Jacke entscheidet den Rest. Zu den kurzen Jackenformen passen kniehohe Stiefel aus Wildlederoptik besonders gut, weil sie die Beinlinie fortsetzen, die eine kurze Jacke offen lässt.
Wenn es nur eine Jacke sein soll
Für die meisten ist es die kurze Blazerjacke, weil sie den größten Teil der Woche abdeckt, drinnen wie draußen. Wer viel unterwegs ist und früh aus dem Haus geht, nimmt stattdessen die gesteppte Übergangsjacke. Und wer bereits eine warme Jacke besitzt und nur die Lücke im September schließen will, kauft die Strickjacke oder den Poncho, weil beides aus dem, was schon im Schrank hängt, ein fertiges Outfit macht.
Die Jacken aus diesem Guide stehen bei den Mänteln und Jacken, die Schichten darunter bei den Oberteilen und den Kleidern, und ein Schal oder ein Tuch für die kühlen Morgen bei den Accessoires. Ein letzter Gedanke, der jedes Jahr stimmt: Die Übergangsjacke, die Ende August im Schrank hängt, wird sechs Wochen getragen. Die, die Ende September gekauft wird, zwei.
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