Strickjacke und Strickkleid für Damen: So wird Strick im Herbst zum Outfit
Strick kann zwei sehr unterschiedliche Dinge ausdrücken: einen Sonntag auf dem Sofa oder ein durchdachtes Herbstoutfit. Der Unterschied liegt selten im Pullover, in der Strickjacke oder im Strickkleid selbst. Er liegt fast immer in dem, was Sie dazu kombinieren.
In diesem Guide finden Sie die Regel, mit der Strick nach Outfit aussieht, und die Strickteile, die im September und Oktober am häufigsten getragen werden: vom Strickkleid über die Strickjacke bis zum Strick-Set.
Die Regel: Zu Strick gehört eine glatte Oberfläche
Zu jedem Outfit mit Strick gehört mindestens ein Teil mit glatter Oberfläche.
Strick ist weich, strukturiert und matt. Allein oder zusammen mit weiterem Strick wirkt er schnell wie ein Hausanzug. Neben einer glatten Oberfläche sieht dieselbe Strickjacke dagegen sofort gewollt aus, zum Beispiel neben einer fließenden Plisseehose, einer Bluse oder einer Jeans mit weitem Bein.
Die einzige Ausnahme ist das Strick-Set, bei dem Oberteil und Hose oder Rock aus demselben Strick bestehen. Weil der Look dort bewusst Ton in Ton gehalten ist, übernehmen Schuhe und Tasche die glatte Oberfläche.
Das Strickkleid: ein Teil, ein fertiges Outfit
Das Strickkleid ist im Herbst das bequemste Kleid im Schrank, weil es ein ganzes Outfit in einem einzigen Teil ist. Es gibt dabei drei Formen, die sich deutlich unterschiedlich tragen.
Das Pulloverkleid mit Rollkragen ist kurz, schmal und hochgeschlossen. Es wirkt am elegantesten mit einem geschlossenen Schuh, etwa einem Loafer mit Plateausohle. Das gerippte Strickkleid liegt enger am Körper und zeichnet die Figur nach, deshalb braucht es keinen Gürtel. Das Oversized-Jumperkleid fällt dagegen locker und gewinnt mit einem Gürtel in der Taille sofort an Form.
Das midilange Strickkleid mit Gürtel ist die Variante fürs Büro, weil es über das Knie reicht, in der Taille sitzt und sich gut mit einer Blazerjacke kombinieren lässt. Die Strickkleider finden Sie in der Kollektion Kleider.
Die Strickjacke für Damen: offen, geknöpft oder mit Gürtel
Die Strickjacke, oft auch Cardigan genannt, ist das wandelbarste Strickteil, weil sie sich auf drei Arten tragen lässt und jede davon anders wirkt.
Offen getragen ist sie eine weiche Jacke über einem T-Shirt, einer Bluse oder einem Kleid. Oversized-Strickjacken mit V-Ausschnitt fallen dabei am schönsten, weil die Vorderkanten locker nach unten hängen.
Geknöpft getragen wird die Strickjacke zum Oberteil. Lassen Sie den obersten Knopf offen, und stecken Sie den vorderen Saum locker in die Plisseehose oder die Jeans. So entsteht eine Taille, und die Strickjacke wirkt wie ein eleganter Pullover.
Mit Gürtel ist die Strickjacke fast schon ein Mantel. Modelle mit Taillengürtel betonen die Figur und lassen sich im September statt einer leichten Jacke tragen. Mit Rauten- oder Blumenmuster wird die Strickjacke zum Blickfang, und der Rest des Outfits bleibt dann einfarbig. Die Strickjacken für Damen finden Sie in den Oberteilen.
Grobe Strickjacke und Poncho: Strick statt Übergangsjacke
An milden Herbsttagen ersetzt grober Strick die Jacke. Die grobe Oversize-Strickjacke mit Knopfleiste ist warm genug für den Weg ins Büro und bleibt drinnen einfach an. Darunter gehört eine schlanke Silhouette, zum Beispiel ein schmales Strickkleid oder eine Bluse zu einer gerade geschnittenen Hose.
Der Poncho für Damen ist die elegantere Alternative, weil er ohne Ärmel auskommt und wie ein Cape über den Schultern liegt. Er verlangt noch mehr als die grobe Strickjacke nach einem schmalen Unterteil, etwa einer Hose mit geradem Bein. Beide Teile finden Sie bei Mäntel & Jacken.
Rollkragenpullover und Oversized-Pullover für Damen
Unter den Pullovern für Damen sind im Herbst zwei Formen besonders gefragt: der Rollkragenpullover und der Oversized-Pullover.
Der grobe Rollkragenpullover mit Strickmuster braucht keine Begleitung. Er trägt sich allein zur Plisseehose oder zur Jeans mit weitem Bein und unter einem weit geschnittenen Mantel. Schwarz ist die vielseitigste Farbe, Grün und Rot sind die Herbstfarben mit dem meisten Charakter. Der weite Rollkragenpullover in Braun ist die weichere Variante für das Wochenende.
Der Oversized-Pullover lebt vom Kontrast. Oben weit und unten schmal ist die einfachste Formel. Zu einer weiten Hose stecken Sie den Pullover vorne locker in den Bund, damit die Taille sichtbar bleibt. Gestreifte Strickpullover und helle Modelle in Weiß oder Beige wirken dabei besonders frisch. Rollkragen- und Oversized-Pullover finden Sie ebenfalls in den Oberteilen.
Strick-Set und Strickhose: Strick von Kopf bis Fuß
Das Strick-Set ist die Ausnahme von der Regel, und es funktioniert gerade deshalb, weil es so eindeutig gewollt aussieht. Oberteil und Unterteil haben dieselbe Farbe und denselben Strick, dadurch wirkt der Look ruhig und hochwertig.
Es gibt zwei Richtungen. Das Strick-Set mit Minirock und ärmelloser Weste ist die elegante Variante für den Abend oder das Wochenende in der Stadt, dazu passen ein Loafer und eine strukturierte Tasche. Das Strick-Lounge-Set aus Pullover und weiter Hose ist die bequeme Variante, die mit einem Mantel darüber und einem geschlossenen Schuh auch außer Haus funktioniert. Die Sets finden Sie in den Kollektionen Sätze und Loungewear.
Die Strickhose mit weitem Bein und elastischem Bund lässt sich auch einzeln tragen. Kombinieren Sie sie mit einer Bluse, damit die Regel wieder greift. Die Strickhose finden Sie bei Hosen & Jeans.
Farben und Muster für den Herbst
Strick sieht in warmen, gedämpften Farben am wertigsten aus. Beige, Braun und Grau bilden die ruhige Basis, und Schwarz macht jedes Strickteil eleganter. Als Akzent eignen sich im Herbst ein tiefes Grün, ein kräftiges Rot oder ein warmes Khaki.
Bei Mustern gilt: ein Muster pro Outfit. Eine Strickjacke mit Rautenmuster verträgt eine einfarbige Bluse und eine unifarbene Hose, aber keinen gestreiften Pullover darunter.
Oversized richtig tragen
Viele Strickteile sind in diesem Herbst weit geschnitten, und genau darin liegt die häufigste Stolperfalle. Oversized wirkt nur dann gewollt, wenn irgendwo im Outfit eine klare Linie bleibt.
Diese Linie kann an drei Stellen entstehen: an der Taille durch einen Gürtel oder einen vorne eingesteckten Saum, an den Beinen durch eine schmale oder gerade Hose und an den Handgelenken, indem Sie die Ärmel etwas hochschieben. Eine davon genügt. Ist ein Outfit oben oversized und unten weit, ohne eine dieser Linien, verschwindet jede Figur darin.
Die häufigsten Fehler
Zu viel Strick auf einmal. Eine Strickjacke über einem Strickpullover zur Strickhose ergibt drei Strukturen, die sich gegenseitig schlucken. Das Strick-Set ist die einzige Ausnahme.
Grober Strick unter einem schmalen Mantel. Der Mantel spannt an den Armen, und der Strick drückt sich platt. Grober Strick trägt sich allein oder unter einem weiten Mantel.
Das Strickkleid ohne Form. Ein weites Jumperkleid ohne Gürtel und mit flachen Schuhen wirkt schnell wie ein zu großer Pullover. Ein Gürtel oder ein Schuh mit etwas Sohle löst das.
Strick auf dem Bügel. Strickjacken und Strickkleider verziehen sich auf dem Bügel und bekommen Beulen an den Schultern. Falten Sie Strick deshalb, und lassen Sie ihn nach dem Waschen liegend trocknen.
Wenn Sie mit einem einzigen Teil anfangen, nehmen Sie das Strickkleid, weil es allein schon ein Outfit ist. Als zweites Teil folgt die Strickjacke, die über diesem Kleid genauso funktioniert wie über Jeans und Bluse. Die ganze Auswahl finden Sie in den Oberteilen und bei den Kleidern.
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